Dienstag, 17. Dezember 2013

Großartige geistreiche Unterhaltung - Die Affen von Cannstatt

"Lehmanns Roman kommt daher als raffiniertes Wechselspiel zwischen Gefängnistagebuch und Rechtfertigung einer zu Unrecht in die Mühlen der Justiz Geratenen", schreibt Dietmar Jacobsen im online-Magazin Moment. 

"Am Tod der zwei Männer – Männer, mit denen Camilla Feh, die sich als Soziologin mit den matriarchalen Strukturen in der Gesellschaft der Bonobo-Affen beschäftigte, tatsächlich ein Hühnchen zu rupfen hätte – trägt sie jedenfalls keine Schuld. Indem das Buch aber immer hin- und herblendet zwischen dem, was seiner Heldin in der Welt geschieht, und ihren wissenschaftlichen Beobachtungen an den Bonobos im Cannstätter Zoo, legt es ganz nebenbei auch die gesellschaftlichen Üblichkeiten bloß, an denen seine Heldin fast zerbricht. Das ist großartige, geistreiche Unterhaltung, wie man sie bei deutschen Krimiautoren kaum je findet."

Der ganze Artikel im Momentmagazin "Alles Krimi oder was?"

Sonntag, 15. Dezember 2013

Das Unsichtbare im Blick

"Eine ebenso komplexe Steinbrucharbeit, aber hier und in der Jetztzeit angesiedelt, leistet die Recherchekünstlerin Christine Lehmann in ihrem neusten Roman Die Affen von Cannstatt", schreibt Else Laudan in ihrem Essay "Die Unsichtbaren im Blick" über die Krimiliteratur in der Polar Gazette. 

"Es geht darin höchst aktuell-realistisch um Gefängnishaft und ihre Auswirkungen auf die Identität einer (bürgerlichen) Protagonistin, doch dahinter und parallel räumt die Autorin mit gewaltigen blinden Flecken unseres kollektiven Bildungshintergrunds auf. Im Visier steht hier nicht weniger als der patriarchale Mythos über ›Mutter Natur‹. Im Wechselspiel aus Erinnerungsarbeit und Gefängnistagebuch inszeniert Lehmann den Weg einer Frau, die mit Legenden und Vorurteilen ringt: Als Forscherin beobachtet sie im Zoo die matriarchal lebenden Bonobos, sucht den Mythos von der Wirklichkeit zu trennen, stößt jedoch im akademischen Kanon auf Widerstand und weicht – typisch normalsozialisierte Frau – dem Konflikt lieber aus.

Donnerstag, 28. November 2013

Können Affen rudern?

Schauen wir mal ...

Freitag
29. November
im
Ruderclub Lindau.

20:00 Uhr im Clubhaus am kleinen See von Lindau,
Festlandseite.




Größere Kartenansicht

Freitag, 22. November 2013

Freitag, Weiberwirtschaft

Der Freitag hat ein Portrait des Ariadne-Verlags und meiner Verlegerin Else Laudan veröffentlicht. Der Titel lautet "Weiberwirtschaft."

Und ohne feministische Herrschaftskritik gehe gar nichts, schreibt Thekla Dannenberg, bevor sie sich einzelne Autorinnen anschaut, Manotti, Merle Kröger und mich.

"Die Stuttgarter Autorin Christine Lehmann bewahrt trotz ihres enormes Ausstoßes ein hohes erzählerisches und intellektuelles Niveau.

Donnerstag, 7. November 2013

Lesung am Bodenseeufer

Der Ruderclub Lindau hat mich mit meinem neuen Krimi "Die Affen von Cannstatt" zu einer Lesung eingeladen. 

Schon als Rudergast vom Stuttgart-Cannstatter Ruderclub bin ich dort freundlich aufgenommen worden. Nun sind die Ruderkollegen neugierig,  was ich in meinem Leben außerhalb von Ruderbooten so mache.

Es sind aber auch alle anderen (normale Leute, die nicht rudern) herzlich eingeladen. Die Lesung findet auf dem Gelände des Ruderclubs im Clubhaus statt. Es befindet sich am Ufer des Kleinen Sees von Lindau. Man kommt mit dem Auto hin, und es dürfte an dem Abend auch genügen Parkplätze entlang der Straße geben.

Lesung in Lindau am 
29. November, 19:30 Uhr
im Clubhaus des Ruderclubs Lindau

Mittwoch, 6. November 2013

Gegen Affen wird nicht ermittelt


Elfriede Müller hat meinen Krimi "Die Affen von Cannstatt" gelesen und für das CrimeMag im Portal CulturMag etwas geschrieben. 

"Camillas Haftbuch ist ein spannender Roman, und Christine Lehmann hat es mal wieder geschafft, ihre Leser zu überraschen mit der eindringlichen Schilderung des Strafvollzugs, des alltäglichen Machismo, der Zoophilie, des Dschungels aller Art von Familienverhältnissen und der Zivilität der Bonobo-Affen." So endet ihr Beitrag, in dem sie feststellt, dass der Krimi auch eine Studie über die menschliche Entwicklungsfähigkeit unter harten Bedingungen ist.

Herzlichen Dank.

Der ganze Artikel im CulturMag

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Vom Spuk im Buch

und der Grenzsituation beim Schreiben. Davon ist in meiner Antwort auf Gerhard Mayers Besprechung der Totensteige in der Zeitschrift für Anomalistik die Rede. 

Wir erinnern uns, die Totensteige handelte von Psi-Phänomenen und Pressewahnsinn. Das m IGPP in Freiburg hatte mich zu einem Kolloquium eingeladen und den Krimi in der Zeitschrift für Anomalistik vorgestellt. "Von der Schwierigkeit, über Geister zu schreiben", so lautete der Titel von Gerhard Mayer. Er fand mein Buch etwas zu gelehrt.

Ich habe ihm geantwortet und auch dies wurde jetzt in der Zeitschrift für Anomalistik veröffentlicht. Ich spüre den unerklärlichen Phänomenen des kreativen Prozesses nach, die zuweilen etwas von Psi haben.  Die Totensteige war in dieser Hinsicht ein ziemlich spukiges Buch mit etlichen seltsamen Zufällen.

Hier: Mein Artikel von mir (Zeitschrift für Anomalistik) (Genaue Literaturangabe, siehe im Link: Die Liste unter Aufsätze und Artikel.)

Hier noch mal: Der Aufsatz von Gerhard Mayer

Dienstag, 29. Oktober 2013

Knastbemerkungen

Christine Lehmann lässt Camilla in der Beengtheit ihrer Gefängniszelle ein großes Panorama schaffen, sie zoomt einschneidende Ereignisse ganz nah heran, schreibt schreibprozesse auf 29. Oktober 2013 im My Crime Time über “DIE AFFEN VON CANNSTATT” von Christine Lehmann.

Gleichzeitig aber werde der Leser durch den nüchtern und dennoch atmosphärische Stil auf Distanz gehalten und zugleich eingefangen. "Dadurch wird man selbst zum nachfühlenden Beobachter, der die erzählende Beobachterin beobachtet. Obacht! So geht Soziologie! 

Samstag, 26. Oktober 2013

Heimatgefühle

Das war das Thema der Talkshow gestern in den Kulissen des SWR-Nachtcafés im Schloss Favorite in Ludwigsburg. Die Nachwuchsmoderator/innen des IMO, des Instituts für Moderation, an der Hochschule für Medien in Stuttgart hatten in Zusammenarbeit mit dem SWR und Wieland Backes ihre Abschlussveranstaltung. 

Unterhaltsam und spaßig war's. Die Gäste hätten unterschiedlicher kaum sein können. Eingeladen waren unter anderem Astrid Fünderich (Soko Stuttgart), der Autor Andreas Altmann, die schwäbisch-türkische Regisseurin Nilgün Tasman, der Musiker MC Bruddaal, Frau Mitscherlich, Psychologin aus Zwickau, die über Heimatgefühle forscht, und ich unter dem Label Regionalkrimiautorin. (Übrigens bin ich auch erst ziemlich am Schluss dran.)

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Affen im Kriminetz

"Ein ungewöhnlicher Kriminalroman um einen ungewöhnlichen Fall. Klug und spannend erzählt von einer versierten Krimi-Autorin."

So endet die Besprechung der "Affen von Cannstatt" im Kriminetz.

Vielen Dank. 

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Samstag, 12. Oktober 2013

Camilla in 3sat - Eine Überraschung

Die Autorin erfährt es immer zuletzt. Die Kulturzeit von 3sat hat meinen Krimi Die Affen von Cannstatt als Krimitipp in Szene gesetzt. Camilla Feh hat ein Gesicht bekommen.
Der Beitrag lief am 11. Oktober zwischen 19:40 und 20 Uhr.

Die Spielszenen stammen übrigens aus einer alten Folge der ZDF-Serie "Rosa Roth". (Das erklärt auch, warum sie nicht ganz, nur fast passen.)

Leider kann man sich das jetzt nicht mehr anschauen, denn die Mediatheken müssen ihre Beiträge nach einer Woche depublizieren, also unzugänglich machen. Und weil der Autor des Beitrags das Recht an den Spielszenen nicht hat, kann er mir auch die Erlaubnis nicht erteilen, den Beitrag auf meiner Internetseite erneut zugänglich zu machen.




Mittwoch, 9. Oktober 2013

"Sehr zu empfehlen, dieses Buch." - Eine Wow!-Rezension

Foto: Günther Ahner
von Dieter Paul Rudolph in Krimi-Couch.

Alles sehr riskant, was ich in den "Affen von Cannstat" gemacht habe, schreibt Rudolph, aber irgendwie gelungen. Funktioniert. Ist mutig. Es erzählt eine, die in U-Haft sitzt, weil die Detektivin einen Fehler gemacht hat. 

"Hm, denkt man bei diesem Setting, endlich hat Christine Lehmann einen Nicht-Lisa-Nerz-Krimi geschrieben. Das ist mutig und bot sich nach den Turbulenzen im letzten Roman (Totensteige) gerade an. Bald jedoch wird klar, dass Lehmann auf ihre bewährte Serienheldin nicht gänzlich verzichten kann. Sie spielt eine, wenn auch gewichtige, Nebenrolle, der Fall beugt sich nicht ihrer Perspektive. Das ist noch mutiger."

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Die Affen von Cannstatt sind

als elektrisches Buch erschienen, das gibt der neue E-BookVerlag   CulturBooks bekannt:

"CulturBooks – elektrische Bücher hat Anfang Oktober 2013 sein erstes Programm herausgebracht: 20 literarische Titel etablierter Autorinnen und Autoren. Texte jenseits des Mainstreams, ungewöhnliche Formate, genresprengende Ideen – dafür steht CulturBooks in Belletristik wie Sachbuch und in unterschiedlichen Sprachen. Die Bandbreite reicht dabei von der CulturBooks-Single, über die Maxi, das Album bis hin zum Longplayer mit über 500 Seiten."

CulturBooks wird herausgegeben von Zoe Beck, Jan Karsten, Kirsten Reimers und Thomas Wörtche.

Allerdings ist es noch nicht wirklich erschienen, denn alle Links von der Seite von CulturBooks zu den E-Book-Verkäufern führen heute noch nicht zum Buch. Mal sehen, wann es soweit ist. 

Mittwoch, 25. September 2013

Der Krimi ist politisch

sagt der Verlag Argument/Ariadne, der auch meine Krimis verlegt. (Und ich stimme ihr zu.) Verlegerin Else Laudan hat zu diesem Thema zusammen mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Hamburg eine Veranstaltungsreihe gestartet, die bereits rege Aufmerksamkeit erregt. 

Ich habe die Ehre, wieder mit Merle Kröger abzugleichen und zu diskutieren, was uns unterscheidet und was wir für ein gemeinsames Anliegen haben.

Am Montag, 28. Oktober 2013
20 Uhr
Buchladen Osterstraße
Osterstraße 171
20255 Hamburg

Eintritt 5 Euro.

Dienstag, 24. September 2013

Das Interview

Manfred Heinfeldner vom SWR Fernsehen hat vor einer Woche mit mir in der Wilhelma gedreht für einen Beitrag in SWR Nachtkultur über Regionalkrimis. Obwohl ich mich nicht gern unter dem Titel wiederfinde. Aber dazu sagen kann ich ja was. In der ARD-Mediathek steht ein langes Interview mit mir, das derzeit von einer Facebook-Seite zur anderen weitergereicht wird. Es geht um die "Affen von Cannstatt" und anderes Gedöns.

Leider müssen ARD und ZDF ihre Links ja nach einiger Zeit wieder löschen oder tun es aus redaktionellen Gründen.

Ich habe eine Youtube-Version erstellt, mit freundlicher Genehmigung des Autors Manfred Heinfeldner im Namen des SWR. Oder auf dieser Seite links oben gucken und klicken.

Mittwoch, 18. September 2013

SWR dreht mit Christine Lehmann in der Wilhelma

Am Donnerstag, den 19. September um 23:15 läuft im SWR-Fernsehen die Sendung "Nachtkultur" mit einem Beitrag über meinen neuen Krimi "Die Affen von Cannstatt". 

Manfred Heinfeldner hat mich im alten Haus für die Affenbabys interviewt. "Wieso Affen?" Ups, hüstel, noch mal. Hier warten die Kamerafrau und der Tonmann darauf, dass ich an einem Plakat mit den Menschenaffen vorbei gehe. Der Regenguss ist gerade vorbei. Ich kann losmarschieren. Und noch mal. Und dann noch mal.

"Die Affen von Cannstatt", 
der elfte Fall für Lisa Nerz.

Samstag, 14. September 2013

Doch dieses Mal geht Lehman unerwartet weit ...

... schreibt Thomas Klingenmaier in seiner Besprechung meiner "Affen von Cannstatt" in der Stuttgarter Zeitung (S. 32, Papierausgabe). Er bemerkt, dass sich meine Nerz-Krimis sich auch dadurch von anderen Serien unterscheiden, dass "die Autorin ständig neue Risiken eingeht, Tonart und Blickwinkel  ändert. Sie steckt nicht bloß eine soziale Thematik in eine vertraute Romanapparatur wie ein neus Dia in einen ewig gleichen Diaprojektor. Lehmann bastelt auch am Projektor selbst. Sie rüttelt mit Schreiblust an der Regel, dass eine erfolgreiche Krimiautorin ihre Erfolgsformel keinesfalls verändern sollte."
Und seine Kritik endet mit der Bemerkung: "Christine Lehmann hat den Cliffhänger für sich entdeckt."
Was es damit auf sich hat, das klären wir, Thomas Klingenmaier und ich, bei der Buchvorstelleung am Montag den 16. September im Literaturhaus Stuttgart um 20 Uhr. Ich freue mich darauf.

Hier der Link zur Stuttgarter Zeitung


Donnerstag, 12. September 2013

Glaubwürdig, klug und spannend

findet Alfred Ohswald den Krimi "Die Affen von Cannstatt" in seiner Besprechung in Buchkritik.at, die er am 28.8.2013 veröffentlicht hat. Er beschreibt zunächst den Inhalt des Buchs, in dem Lisa Nerz zwar eine wichtige Rolle spielt, aber selbst erst am Ende zu Wort kommt, weil die Protagonistin Camilla selbst erzählen will und muss. Denn sie sitzt in U-Haft. Dann urteilt Ohswald, Christine Lehmann verstehe es in erster Linie, eine interessante Geschichte spannend zu erzählen, obwohl hier einige differenzierte Gedanken über Frauenrechte und Machtverhalten von Männern vorkommen. 

Sonntag, 1. September 2013

Premierenlesung - Die Affen von Cannstatt

am Montag, den 16. September, 20 Uhr 
im Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstr. 4
Tel.: 0711 22 02 173

Christine Lehmann: Die Affen von Cannstatt
Krimi, Arugment Ariadne, 2013 (Auslieferung 9. Sept.)

Moderation Thomas Klingenmaier,
Eintritt 9 Euro, für Mitglieder weniger

Karten online kaufen / es wird aber noch Karten an der Abendkasse geben.

"Die Affen von Cannstatt" - Ein philosophischer Knastroman. 
Dieser Krimi ist anders. Er fängt da an, wo andere aufhören. Deshalb musste auch ich zu anderen Mitteln greifen.

Dienstag, 23. Juli 2013

Von Affen und Menschen und Gefängnissen aller Art

Die Vorschau meines Verlags aufs Herbstprogramm scheint optisch inspiriert zu sein von meinem Krimi, der im September erscheint.

Einen Ausweg gibt es immer. Obwohl alle, die meine Internetseite (und vor allem den Blog von Lisa Nerz) lesen, wissen, dass sich Lisa Nerz diesmal nicht so ganz sicher ist, ob das auch in diesem Fall der Fall ist.

Für alle anderen, die weder mich noch Lisa Nerz kennen, liest sich die Vorankündigung für "Die Affen von Cannstatt" wie die Vorschau auf einen ganz normalen Krimi.

Premierenlesung im Literaturhaus, 16. September, 20 Uhr
Tickets online kaufen

Montag, 8. Juli 2013

Bad Bank der deutschen Krimis

Tobias Gohlis hat mit diesem Essay über den Regionalkrimi eine heftige Diskussion ausgelöst. Hätte er den letzten Satz weggelassen, wäre sie vermutlich weniger heftig ausgefallen. Ich finde seinen Grundgedanken richtig.

Krimis dienen der europäisch-sicheren Welt von Angsthasen als Katharsis -- so meine These.

(Foto: Bildschirmfoto von der Seite des boersenblatt.net, wo der Artikel erschienen ist.)

Und eine persönliche Nachbemerkung: Meine eigenen Krimis verkaufen sich besser, wenn sie sich als Regionalkrimis tarnen. Der Regio-Krimi ist deshalb eine Marke, weil er ein Auswahlkriterium in der Masse der Bücher darstellt. Die Frage "gut oder schlecht" war noch nie wirklich ein Auswahlkriterium. Denn diese Wertung wird als subjektiv empfunden.

Sonntag, 23. Juni 2013

Abenteuerurlaub fürs Hirn

Barbara Bernt hat auf meiner Facbookseite Folgendes gepostet:

UNSER KRIMITIPP:

Christine Lehmann - MALEFIZKROTT
Ich verbringe zurzeit jede freie Minute mit diesem Krimi, der den Literaturbetrieb aufs Korn nimmt. Lisa Nerz ist frech bis zum Anschlag, führt die Leser auf Wege, die sie selbst nicht einmal zu denken, geschweige denn zu gehen wagen. Ein Abenteuerurlaub für die kleinen grauen Zellen - super!

Vielen Dank. 

Donnerstag, 20. Juni 2013

Die Affen von Cannstatt

"Es wird nach einem happy end im Film jewöhnlich abjeblendt ..."
Kurt Tucholsky, 1930

Dieser Krimi ist anders. Er fängt da an, wo andere aufhören. Deshalb musste auch ich zu anderen Mitteln greifen.

Lisa Nerz war erfolgreich und hat die Mörderin entlarvt. Nun sitzt Camilla im Frauengefängnis Schwäbisch Gmünd, auch Gotteszell genannt, in U-Haft. Sie darf mit niemandem, außer ihrem Anwalt, über den Fall reden. Dabei braucht sie draußen dringend jemanden, der sich ihrer Sache annimmt. Denn die Beweise sind erdrückend, eigentlich unwiderleglich.

Dafür ist Schwabenreporterin Lisa Nerz verantwortlich. Sie hat den Mordfall im alten Menschenaffenhaus in der Wilhelma schnell gelöst, offenbar zu schnell. Womöglich hat sie sich geirrt. Und nun wird eine Unschuldige wegen Mordes verurteilt. Denn, was die Polizei zusammengetragen hat, kann auch Lisa nicht entkräften. Die Lösung kann nur Camilla finden, indem sie sich an das eine scheinbar unwichtige Detail erinnert, das sie entlasten könnte. Doch an sie kommt Lisa nicht mehr heran. Und ob Oberstaatsanwalt Richard Weber da helfen kann ...? Leider ist Camilla Lisa überdies böse. Ihr hat sie vertraut, und nun sitzt sie In U-Haft ohne Aussicht auf einen Freispruch.

Die Affen von Cannstatt
der elfte Fall für Lisa Nerz.
Erscheint Anfang September.

Am 16. September soll es eine Premierenlesung im Literaturhaus Stuttgart geben.
Vermutlich 20 Uhr. Details folgen.

Mittwoch, 19. Juni 2013

Lisa Nerz und ihre Neckarstraße

Am Samstag in Stuttgart

Kultur am Stöckach
Christine Lehmann spaziert mit Lisa Nerz durch die Neckarstraße.

Eine Veranstaltung de des Frauenunternehmens Zora

Treffpunkt: Zora, Heinrich-Baumann-Straße 21 (bei schlechtem Wetter drinnen).
Samstag 22. Juni 2013, 17 Uhr

Freitag, 31. Mai 2013

Kultur in Plochingen

Nächste Lesung


16. Juni 2013, 18 Uhr
Kriminell schwarz - Lyrik*Krimi*Essay im Alten Fuhrmannshaus
Mit Christine Lehmann, Isabella Rossa, Jürgen M. Brandtner und Henrike Müller-Moll
Altes Fuhrmannshaus
Burgstraße 1, 73207 Plochingen
73207 Plochingen Eintritt: 15,30 €,
Vorbestellungen nötig

Karten vorbestellen bei Isabella Rossa.
0176 25 78 98 58
oder per Mail: isabellarossa@hotmail.de

Mittwoch, 8. Mai 2013

Vorlesen statt Fernsehen

Dem Ruf des Kolibris ist eine ungewöhnliche Ehre widerfahren.

Gerade ruft mich Stefan Baumann an. Aus der Schweiz. Er sagt mir, wie gut ihm und seiner Familie, vor allem seiner Tochter, Sonja Baumann, der Ruf des Kolibris gefallen hat. Aber der Schluss! Warum ruft Damián nicht wie versprochen Jasmin an? Eine Fortsetzung wäre schön.

Ich fange an zu erklären, wie ich mir den Schluss gedacht habe. Da gibt Herr Baumann das Telefon an seine Tochter Sonja (17 Jahre) weiter. Sie hat den Roman vor einiger Zeit schon gelesen. Ein Meisterwerk, sagt sie. (Danke)


Montag, 22. April 2013

Der soziokulturelle Tod - Wer liest, ist woanders

Britta Hasler hat mich und auf ihre wunderschöne und kluge Rezension meiner Totensteige bei
Amazon hingewiesen. "Ich muss allerdings sagen", schreibt sie mir, "dass diese Rezi nicht mal ansatzweise ausdrückt, wie toll ich das Buch wirklich fand. Ehrlich, Christine, ich bin fix und fertig. Dein Schreibstil haut mich völlig um und diese Story wird mir noch lange nachgehen. So einen Eindruck hat schon ganz lange kein Buch mehr bei mir hinterlassen."

Vielen Dank, Britta. Ich freue mich. 

Hier ein Auszug aus der Rezension:

" ... Christine Lehmanns Schreibstil ist einzigartig. Sie umwebt eine schnoddrige, kratzbürstige und herrlich unbürgerliche Hauptfigur mit derart feiner, subtiler Stimmung, in der kein einziges Wort verloren geht. Ich habe selten Bücher gelesen, bei denen die Hautfigur derart plastisch in den Fordergrund tritt, derart lebendig wird. Schwabenreporterin Lisa Nerz ermittelt in "Die Totensteige" in einem Fall von globaler PSI-Hysterie, angeheizt von den Medien. Und mit dieser vierten Macht im Staat rechnet die Autorin scharfzüngig, tiefgründig und geradezu sezierend ab. Das Buch ist eine Parabel darauf, dass es niemals im Sinne der Medien ist, Menschen politisch mündig zu machen und aufzuklären, sondern lediglich ein Thema von hohem Unterhaltungswert eskalieren zu lassen. So stellt sich am Ende auch die Frage, was schlimmer ist: Ein durchgeknallter Mörder oder ein Weltreich aus gedruckter Lüge und ein Netz aus Manipulation ..." Britta Hasler

Donnerstag, 11. April 2013

Wohin geht es mit den Krimis?

Am 12. und 13. April findet im Berliner Literaturforum im Brecht-Haus das Symposium „Krimis machen I“ statt.

Für das CulturMag hat  Jan Karsten ein Gespräch mit Thomas Wörtche und Tobias Gohlis geführt. 

Warum braucht gute Kriminalliteratur dringend Förderung? 

Hier ein winziger Auszug: 

JK: Bei Kriminalliteratur wird großer Umsatz mit Titeln gemacht, die sprachlich und intellektuell sehr unterkomplex daherkommen – Nele Neuhaus, Adler-Olsen, Klüpfel/Kobr – und die bei den meisten Kritikern nicht gut ankommen. Stipendien, Stadtschreiberposten, hochdotierte Preise, zu deren Vergabe eine kritische Auseinandersetzung notwendig wäre, gibt es nicht. Braucht die Kriminalliteratur überhaupt eine Qualitätsdiskussion und eine literaturkritische Begleitung – oder regelt das nicht alles eh und viel besser der Markt?

TW: Der Markt regelt erstmal gar nix, was mit Qualität zu tun hat, abstrakt gesehen. Der Markt würde aber auch Qualität eine Chance geben, würde sie denn oft genug erkannt … Deswegen braucht es durchaus eine Qualitätsdiskussion und kritische Begleitung … Natürlich wollen manche Endverbraucher davon nix wissen, aber da kann man nichts machen, intellektuelle Schussfestigkeit ist kein Alleinstellungs-Merkmal von Krimilesern …

Samstag, 23. März 2013

Eine schöne Leich'

Gestern wurde Stuttgarts einzige Krimibuchhandlung Under-Cover beerdigt. Zwölf Autor/innen (minus  einem, denn der war krank) haben sich in Kurzlesungen von Juliane Hansen verabschiedet.


Silvija Hinzmann hat folgenden Nachruf geschrieben:


An diesem denkwürdigen Freitagabend im März versammelten sich vor der Buchhandlung Under-Cover zwölf Personen. Sie hatten sich zwar noch nie zuvor gesehen, hatten aber eines gemeinsam: sie waren fiktiv. Eine burschikose Frau mit kurzen Haaren und einer Narbe auf der Wange ergriff als Erste das Wort.


Mittwoch, 20. März 2013

Schreibstille

Hier passiert jetzt gerade nix. Ich habe keine Zeit. Ich schreibe am neuen Lisa-Nerz-Krimi.
Er wird im Oktober bei Ariadne erscheinen. Er hat auch schon einen guten Titel. Den verrate ich aber noch nicht.

Donnerstag, 28. Februar 2013

Christine Lehmann diskutiert mit Merle Kröger

in Stuttgart am Montag den 18. März 2013 um 18 Uhr

Was macht den Krimi politisch? Sensibilisiert er für gesellschaftliche Ungerechtigkeiten? Zeigt er Verbrechen und Gewalt als Produkt von Interessen Mächtiger? Kann er lang gehegte Vorurteile erschüttern? Den Leser in unbekannte Milieus entführen? Missstände und Schieflagen aufzeigen? Werden heute präzisere politische Krimis geschrieben? Diesen und weiteren Fragen gehen die Autorinnen Christine Lehmann und Merle Kröger im Gespräch mit Eva Hosemann nach und lesen – als Beweis – aus ihren Krimis. Merle Kröger aus "Grenzfall" und Christine Lehmann aus "Totensteige."

Ein schöner, interessanter und aktueller Abschluss der Stuttgarter Kriminächte.  

Theater Rampe, Filderstraße 47
Eintritt 15 Euro oder 20 Euro mit dem Kriminellen Finale mit der Verleihung des Stuttgarter Krimipreises 2013 im Anschluss.

Eintrittskarten im Vorverkauf: Online-Bestellung über www.theaterrampe.de
Kartentelefon (Mo–Fr 10–18 Uhr): 0711 620090916 oder an der Abendkasse.

Dienstag, 19. Februar 2013

Christine Lehmann liest in Winnenden

19 Uhr
Mittwoch den 6. März 2013
im Theater Alte Kelter,
Paulinenstraße 33
71364 Winnenden

Ich springe ein für einen Gast, der nicht kommen kann, und stelle die Welt von Lisa Nerz vor. Ihre Frechheiten, meine geheimen Absichten als Autorin und das, was dabei rauskommt, wenn Lisas Schwertgosch politische und soziale Ungereimtheiten aufspießt.

Eine Veranstaltung der Stadtbücherei Winnenden und der Volkshochschule Winnenden

Eintritt 8 Euro.

Montag, 18. Februar 2013

Under-Cover geht unter

Nach knapp 15 Jahren geht zu Ende, was uns Krimiautor/innen mit geprägt hat. Die einzige Krimibuchhandlung in Stuttgart schließt. Weil die Kund/innen fehlen, weil der Laden so abgelegen liegt und die Stadt den privaten Einzelhandel nicht unterstützt, weil die Leute sich Bücher dann doch eben lieber von Amazon schicken lassen und weil die Books dem Umsatz die paar Prozente wegnehmen, die am Schluss entscheidend sind. Die Zeiten ändern sich. Aber traurig ist es trotzdem. Und bitter.

"Erstaunlicherweise", erzählt Eignerin Juliane Hansen der Stuttgarter Zeitung, "haben manche Leute sich zwar die Bücher im Laden gerne angesehen, aber gekauft haben sie dann online. Und nicht in meinem eigenen Online-Shop, dessen Umsätze minimal waren. Es gab sogar Kunden, die sich ausführlich beraten ließen, um dann heimzugehen und bei Amazon zu bestellen – und die mir das auch noch erzählten."

Mittwoch, 30. Januar 2013

Es gibt keine Entschuldigung für Männer

Motiv: Dora Asemwald, Foto: chl
Auf meiner Facebookseite hat sich über diese Äußerung von Heiner Geißler im Zusammenhang mit der Sexismusdebatte eine lange Diskussion entsponnen - ruhig und vom Bedürfnis geprägt, einander zu verstehen und sich gegenseitig nicht zu beschimpfen, geschweige denn zu verletzen.

Und sie geht noch weiter











Dienstag, 29. Januar 2013

Das Fenster zum Buch

befindet sich im Kolping Bildungszentrum Stuttgart in der Rosensteinstraße 30.

So viele Bücher sind es in dem Moment, wo irgendwer aussortierte Bücher hinstellt. Schon 24 Stunden später sind es nur noch so viele.



Mittwoch, 23. Januar 2013

Das Stuttgart-Paradoxon

Lisa Nerzsucht Bücher in der Stadtbiblipthek Stuttgart 

Im Schnee steht ein Grüppchen und trinkt Sekt aus Pappbechern. 
»Worauf stoßen die denn an?«, frage ich. »Oder macht man das jetzt so, bevor man zur Hausdurchsuchung aufbricht?«
Richard guckt mich konsterniert an. »Wie bitte?«
»Da drüben ist die Landesbank Baden-Württemberg. Oder warum sind wir hier?«
»Ach so, nein. Ich will hier rein.« Der Staatsanwalt für Wirtschaftsstrafsachen am Landgericht Stuttgart, Dr. Richard Weber, zeigt auf den ufoblauen Fremdkörper im Stuttgarter Dunkel.
»Aber das die Stadtbücherei. Da gehe ich nicht rein!«
»Stell dich nicht so an, Lisa. Bücher beißen nicht.«
»Aber es sind zu viele, Richard. In der Masse sind sie gefährlich. Lesen gefährdet die Dummheit!« 
...

Das Stuttgart-Paradoxon als E-Text
ca. 20 Seiten

Dr. Richard Weber liebt Bücher, Lisa Nerz nicht. Warum will er sie überreden, die Stadtbibliothek Stuttgart zu betreten? Dort gibt es im 6. Obergeschoss im Bürotrakt einen Raum, der heißt "Das Fräulein Fritz". In diesem Raum steht auch ein Querschnittmodell der Stadtbibliothek. Das Fräulein Fritz war die erste Leiterin der ersten Vaterländischen Bürgerbibliothek, die 1897 in einem Hinterhof der Legionskaserne in der Tübinger Straße, wo heute der Wilhelmsbau steht, eingerichtet wurde. Endlich konnten auch Arbeiter, Handwerker und Angestellte Literatur ausleihen, ohne hohe Kautionen hinterlegen zu müssen. Was es mit dem Raum des Fräuleins Fritz noch auf sich hat, das klären der Oberstaatsanwalt und die Schwabenreporterin zusammen mit der Marketing-Abteilung von Gretsch Unitas.

Ein Text in der Reihe der Event-Texte von Christine Lehmann

Montag, 21. Januar 2013

Das Fräulein Fritz

In der Stadtbibliothek Stuttgart gibt es im 6. Obergeschoss im Bürotrakt einen Raum, der heißt "Das Fräulein Fritz". Er ist ein schönes Eckzimmer mit Blick auf die Bahnanlage und die LBBW. Ein Ausblick, der sich derzeit täglich verändert. In diesem Raum steht auch ein Querschnittmodell der Stadtbibliothek.

Das Fräulein Fritz war die erste Leiterin der ersten Vaterländischen Bürgerbibliothek, die 1897 in einem Hinterhof der Legionskaserne in der Tübinger Straße, wo heute der Wilhelmsbau steht, eingerichtet wurde. Endlich konnten auch Endlich konnten auch Arbeiter, Handwerker und Angestellte Literatur ausleihen, ohne hohe Kautionen hinterlegen zu müssen. Stuttgart war übrigens ziemlich spät dran mit seiner Vaterländischen Bürgerbibliothek, denn die erste wurde in der Nähe von Meißen in Sachsen bereits 1828 eröffnet. 

Was es mit dem Raum des Fräuleins Fritz noch auf sich hat, das wird Schwabenreporterin Lisa Nerz zusammen mit Oberstaatsanwalt Dr. Richard Weber am Dienstagabend erfahren. Dann nämlich, wenn die Marketing-Abteilung von Gretsch Unitas sich die Geschichte vom Stuttgart-Paradoxon erzählen lässt. 

Eine Veranstaltung in der Reihe der Event-Texte
Das Stuttgart-Paradoxon - Lisa Nerz sucht Bücher in der Stadtbibliothek Stuttgart,
22.1.2013 (E-Text bei Amazon)

Samstag, 12. Januar 2013

Charlene fragt Christine


C: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

L: Wahrscheinlich, weil ich gern gelesen habe. Irgendwann gab es nicht mehr die Bücher, die ich gerne gelesen hätte. So habe ich angefangen, mir meine Geschichten zu schreiben.

C: Was ist für Sie beim Schreiben das Wichtigste?

L: Die Neugierde auf die neue Welt, die entsteht, die vorher nicht da war, nun aber nicht mehr wegzudenken ist.

C: Wie lange haben Sie insgesamt an einem Roman wie „Der Ruf des Kolibris“, „Die Rose von Arabien“ und „Eukalyptusmond“ gearbeitet? (Recherche, Schreibprozess, Lektorat, etc.)

L: ungefähr ein Jahr.

C: Wie viele Wörter schreiben Sie ungefähr an einem Tag?

Mittwoch, 9. Januar 2013

Die Schwierigkeit, über Geister zu schreiben

So titelt der Psychologe, Soziologe und Rezeptionswissenschaftler am IGPP in Freiburg, Dr. Gerhard Mayer seinen Aufsatz für die Zeitschrift für Anomalistik, in dem er sich auch der Totensteige widmet.

"Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich die ‚schöne‘ Literatur außergewöhnlicher Erfahrungen und parapsychologischer Phänomene bedient, um sie als besondere Würze in den Plot einzubauen", beginnt Mayer seine Analyse, die mit dem Hinweise endet: "Ein wichtiger Aspekt ist die schon erwähnte Medienkritik, die mit dem Fortgang der Lektüre zunehmend in den Mittelpunkt rückt. Es geht um die Logik der Massenmedien und die von ihr erzeugten ‚spukhaften‘ Realitäten, die trotz fehlender faktischer Fundierung in höchstem Grade wirkmächtig und faktengenerierend werden."

Literatur lebt von Rissen und Brüchen im Alltäglichen und von Grenzsituationen, fährt Mayer fort: "Außergewöhnliche paranormale Erfahrungen werden zumeist ebenfalls als in ähnlicher Weise den Alltagsrahmen sprengend und existenziell bedeutsam erlebt. Mit der Möglichkeit des bislang nicht hinreichend Erklärbaren und Deutungsoffenen erfährt die Welt eine (Wieder-)Verzauberung, auf die manche Autorin und mancher Autor nicht verzichten möchte. Dass allerdings parapsychologische Forschung zentral in den Fokus einer Romanhandlung rückt, kommt selten vor. Wenn dies so explizit geschieht wie in dem Kriminalroman Totensteige von Christine Lehmann, dann darf ihm in einer inhaltlich so breit und interdisziplinär angelegten wissenschaftlichen Fachzeitschrift wie der Zeitschrift für Anomalistik durchaus etwas Aufmerksamkeit geschenkt werden."

Mayer konstatiert, es gebe kaum einen prominenten Bereich der Anomalistik, der im Lauf des Krimis nicht zumindest kurz erwähnt wird, und er identifiziert auch das, was ich nur andeute. Seine Aufzählung ist in einer Rezension einmalig und beeindruckend:

"Dabei werden manche Dinge unverhüllt und direkt genannt, andere leicht verschleiert oder verändert – je nachdem, welch große Bedeutung sie für den Plot haben. Man erfährt unter anderem über die Spukuntersuchungen zum „Chopper“-Fall, über ‚Reinkarnationsfälle‘ (Reincarnation Type Cases) in der Türkei, das „Project Stargate“, die „Gesichter von Bélmez“, das sowjetische PK-Medium Nina Kulagina, den ‚Löffelbieger‘ Uri Geller, Experimente mit Wünschelruten, über PK-Experimente mit der „Schmidt-Maschine“, den Decline-Effekt, die Rolle der Statistik für die parapsychologische Forschung, den „Voodoo- Tod“ (psychogener Tod), den Vampir-Mythos, über außergewöhnliche Tierwahrnehmung, die jüngsten Prä- bzw. Retrokognitionsexperimente von Daryl Bem samt gescheiterten Replikationsversuchen, PK-Sittergroup-Experimente nach der Methode von Batcheldor sowie über den Einsatz des holländischen Hellsehers Gérard Croiset bei der Fahndung nach den Entführern von Hanns Martin Schleyer im Jahr 1977 in Kooperation mit dem IGPP in Freiburg. Der vom Skeptiker James Randi ausgeschriebene Preis von 1.000.000 Dollar für den Nachweis einer Anomalie, die einer wissenschaftlichen Prüfung zweifelsfrei standhält, wird leicht abgeändert in einen 1.000.000-Euro-Preis für den gleichen Nachweis, aber mit anderem Ziel und Stifter."

Mayer befindet, es sei mir sogar gelungen, das nicht ganz einfache Modell der Pragmatischen Information von Walter von Lucadou  "ganz griffig" darzustellen. Ob die lexikalische Sammlung zum Thema Psi allerdings dem Krimi so gut tut, zieht Mayer in Zweifel, wobei er mir jedoch "insgesamt eine ordentliche Recherchetätigkeit" bescheinigt und konstatiert: 

"Der Leser bekommt einen verständlichen Eindruck von manchen Problemlagen einzelner Teilgebiete parapsychologischer Forschung vermittelt, soweit dies im Rahmen eines solchen Buches möglich ist."

Herzlichen Dank an Dr. Gerhard Mayer für seine Würdigung meiner Arbeit.