Auszeichnungen

Christine Lehmann mit Thomas Klingenmaier, 2012
KEINE

Als ich jung  war, war ich nicht gut genug, jetzt bin ich nicht mehr jung genug. Einen Literaturpreis kann ich nicht bekommen, weil ich bloß Krimis schreibe, einen Krimipreis kriege ich nicht, weil meine Bücher zu literarisch sind.

Eine Diskussion über meine Preiswürdigkeit führten im Juni 2012 namhafte Kritiker bei meinen Krimi Totensteige. Tenor: Wäre dies der erste meisterhafte Krimi von mir gewesen, hätte man ihn auf die Bestenliste tun können, so aber finden wir ihn nicht herausragend.

Einmal sah  so aus, als würden Lisa Nerz und ich doch Teil der geehrten Krimi-Gemeinde werden, als 2007 mein Krimi Allmachtsdackel auf der Krimiwelt-Bestenliste stand. Doch schon über meinen Krimi Nachtkrater schrieb Tobias Gohlis: "Ein Buch, das den Jurys der KrimiWelt-Bestenliste wie des Deutschen Krimipreises leider entgangen ist." (Welt.de)

Aus und vorbei.

Nur eine sieht das anders. Von ihr habe ich quasi meinen ersten Krimipreis bekommen. Sie heißt Nicole Korzonnek und schreibt das Blog My Crime Time: "Ich könnte jetzt noch ewig weiter von Lisa Nerz schwärmen und sie vollmundig anpreisen, aber da ist noch eine andere Sache, die ich loswerden möchte: Von Anfang an hat mich Lisa Nerz an eine andere Krimiserienheldin erinnert. Nämlich an Claire DeWitt. Ihr wisst schon, die beste Privatdetektivin der Welt aus der Feder von Sara Gran. Und obwohl Sara Gran einen Preis nach dem anderen für ihre Claire abgestaubt hat, behaupte ich jetzt mal, dass Lisa Nerz von Christine Lehmann besser ist. Denn Lisa ist noch ein Stückchen authentischer, bodenständiger, realistischer, greifbarer, unverwechselbarer."