Im Perlentaucher hat Thekla Dannenberg Allesfresser besprochen.
"Lisa Nerz muss sich also ihre Lederjacke ausziehen, um undercover - und seltsamerweise im Auftrag von Polizei und Staatsanwaltschaft - in der militanten Veganerszene zu recherchieren", heißt es da unter anderem. "Grandios arbeitet Lehmann mit der soghaften Wirkung, die ein solch gruseliges Wissen entfaltet. Auch wenn es einem den Appetit verdirbt, will man immer mehr von den Schandtaten erfahren. Aber weil Lehmann die ausgefuchste Autorin ist, die sie ist, setzt sie diesem unmoralischen Irrsinn den moralischen Wahnsinn entgegen, zu dem jeder Rigorismus unweigerlich führt und der sich auch aus einem verrückten Willen zum Leidensstress speist: "Askese hat es immer gegeben. Selbstkasteiung, Selbstbestrafung, Selbstkontrolle. Es gibt Leute, die brauchen das. Eine Sucht nach Überlegenheit. Magersüchtige Mädchen können dir den Lustgewinn daraus erklären.""
Hier noch mal der Link zur ganzen Besprechung.
Freitag, 20. Mai 2016
Donnerstag, 19. Mai 2016
Gewitzte, großartige Erzählerin und begnadete Rechercheurin ...
Der Autor bezeichnet sich selbst als Flexitarier und Wechseljuicer und findet:
"Lisa Nerz, ein Restpunk auf dem Weg ins Bürgerliche, undercovert sich bei den Veganern ein. Sie kommt ganz nah ran an alle Spielarten des Denkens im Kern der Anti-Omnivoren-Aktivisten und der angeschlossenen Debattenabteilungen. Wie bei allen Themenkrimis hat die Erzählweise der gelernten Journalistin, gewitzten, großartigen Erzählerin und begnadeten Rechercheurin Lehmann den Vorteil der doppelten Aufklärung. Man kommt eben nicht nur dem Mörder auf die Spur, sondern auch einem gegenwärtigen Alltagsphänomen auf den Grund. ..." >>zum ganzen Artikel von Elmar Krekeler.
Freitag, 13. Mai 2016
Richtigstellung
In meinem jüngsten Krimi "Allesfresser" behauptet eine Figur auf Seite 116, dass die Holocaust-Kampagne der Tierrechts-Organisation PETA nicht nur in Deutschland sondern auch in Österreich verboten worden sei. Da habe ich einen Fehler gemacht. Richtig ist vielmehr, dass die Kampagne in Österreich höchstrichterlich erlaubt wurde.
Auch Romanfiguren müssen bezogen auf real existierende Organisationen oder Personen die Fakten richtig wiedergeben. Für meinen Recherchefehler bitte ich PETA und meine Leserinnen und Leser um Entschuldigung.
Der Fehler wird in den nächsten Auflagen korrigiert. Wer mehr über PETA erfahren möchte, kann sich hier informieren.
Christine Lehmann.
Auch Romanfiguren müssen bezogen auf real existierende Organisationen oder Personen die Fakten richtig wiedergeben. Für meinen Recherchefehler bitte ich PETA und meine Leserinnen und Leser um Entschuldigung.
Der Fehler wird in den nächsten Auflagen korrigiert. Wer mehr über PETA erfahren möchte, kann sich hier informieren.
Christine Lehmann.
Mittwoch, 4. Mai 2016
Vom Umschlag der Rechthaberei in Gewalt
„Allesfresser“ liest sich wie die problembewusste Fortsetzung von Wolfgang Schorlaus „Am zwölften Tag“." meint Klingenmaier. "Lehmann aber denkt sich selbst und den Leser konsequent in die Sackgasse des aufrechten Tierschutzes. Egal, was er wie tut, der Mensch beutet andere Kreaturen aus. Jene verhärmten Gestalten des Romans, die radikal anders zu leben versuchen, sind keine Witzfiguren, sondern meist tragisch Scheiternde. Allerdings wird auch eine andere Lisa-Nerz-Tradition fortgesetzt: Diese Krimis suchen die gefährlichen Schnittstellen von Persönlichkeitsstörungen und Ideologiestarre, den Umschlag der Rechthaberei in Gewalt."
Den ganzen Artikel gibt es hier bei der Stuttgarter Zeitung.
Thomas Wörtche hat im Deutschlandradio Kultur meinen Krimi ebenfalls besprochen. Sein Resümee: "Allesfresser" ist, so gesehen, eher ein Diskurs-Roman als ein Action-Roman oder ein psychologischer Roman. Denn die Diskurse, die verhandelt werden, sind keine abstrakten, direkt auf die Handlung und auf die Figuren hin entworfenen Positionen, sondern solche, die im nicht-fiktionalen Bereich unseres Alltags eine große Rolle spielen und jederzeit off- und online zur Verfügung stehen.
"Allesfresser" gehört also zu der Gruppe "politischer Kriminalromane", in denen sich fiktionale und nicht-fiktionale Narrative durchmischen und dadurch neu positioniert werden. Man könnte "Allesfresser" mit Fug und Recht als "Roman der Einmischung" bezeichnen, weil er die richtigen Fragen stellt, ohne dass er die Antworten zu kennen behauptet; auch wenn die Konvention, der zufolge am Ende ein Täter gefunden sein muss, aus Gründen der breiten Kommunizierbarkeit erfüllt wird.
Eine Art Quadratur des Kreises, die Christine Lehmann höchst unterhaltsam und vergnüglich gelungen ist."
Thomas Wörtche hat im Deutschlandradio Kultur meinen Krimi ebenfalls besprochen. Sein Resümee: "Allesfresser" ist, so gesehen, eher ein Diskurs-Roman als ein Action-Roman oder ein psychologischer Roman. Denn die Diskurse, die verhandelt werden, sind keine abstrakten, direkt auf die Handlung und auf die Figuren hin entworfenen Positionen, sondern solche, die im nicht-fiktionalen Bereich unseres Alltags eine große Rolle spielen und jederzeit off- und online zur Verfügung stehen.
"Allesfresser" gehört also zu der Gruppe "politischer Kriminalromane", in denen sich fiktionale und nicht-fiktionale Narrative durchmischen und dadurch neu positioniert werden. Man könnte "Allesfresser" mit Fug und Recht als "Roman der Einmischung" bezeichnen, weil er die richtigen Fragen stellt, ohne dass er die Antworten zu kennen behauptet; auch wenn die Konvention, der zufolge am Ende ein Täter gefunden sein muss, aus Gründen der breiten Kommunizierbarkeit erfüllt wird.
Eine Art Quadratur des Kreises, die Christine Lehmann höchst unterhaltsam und vergnüglich gelungen ist."
Freitag, 29. April 2016
Schwäbisch und global
Es gibt zwei neue Rezensionen von Allesfresser. Anne Kuhlmeyer schreibt unter der Überschrift "Glauben Sie an Gemüse?":
"Die Autorin entrollt den Wahnsinn des Absoluten anhand von Essen und endet erwartungsgemäß im absurd Tödlichen, exakt recherchierte und detailreich gestaltete Ausflüge in andere Extremismen inbegriffen. Lisa Nerz ist weit davon entfernt, zu erklären, wie man leben soll, denn einen Plan hat sie selbst nicht, außer dem, dass schon alles okay ist, was okay ist, kompromisshaft, aber nicht im Sinne von schuldig. Für Schuld sind die diversen Ismen zuständig.
"Die Autorin entrollt den Wahnsinn des Absoluten anhand von Essen und endet erwartungsgemäß im absurd Tödlichen, exakt recherchierte und detailreich gestaltete Ausflüge in andere Extremismen inbegriffen. Lisa Nerz ist weit davon entfernt, zu erklären, wie man leben soll, denn einen Plan hat sie selbst nicht, außer dem, dass schon alles okay ist, was okay ist, kompromisshaft, aber nicht im Sinne von schuldig. Für Schuld sind die diversen Ismen zuständig.
Sonntag, 24. April 2016
Dunkle Felle, dunkles Schaf und Allesfresser
![]() |
| Hier geht es zum Interview |
Die dunklen Felle haben ein Interview mit mir geführt. Über Allesfesser, das Krimischreiben und die neue Krimigruppe Herland. Vielen Dank.
Am Montag, den 2. Mai stelle ich den Krimi in Stuttgart vor.
19:30 Uhr im Hospitalhof,
Johannes-Reuchlin-Raum
Büchsenstraße 3370174 Stuttgart
Eintritt und Sekt frei.
Freitag, 22. April 2016
Krimi Garni
![]() |
| Der Freitag 21. April 2016 Ausgabe 16 Im Krimi Spezial, S. VI |
Sie schreibt in der Besprechung des Kriminalromans ALLESFRESSER:„Allesfresser ist die genaue Recherche und Beobachtung eines gesellschaftlichen Milieus. Dass der Krimi zum Lesevergnügen wird, dafür sorgt das stilistische Geschick von Christine Lehmann.“
Freitag, 8. April 2016
Am 2. Mai - Christine Lehmann im Hospitalhof
So kriminell kann essen sein.
Christine Lehmann stellt ihren neusten Krimi Allesfresser. vor.
Montag, den 2. Mai 2016
19:30 Uhr im Hospitalhof,
Johannes-Reuchlin-Raum
Büchsenstraße 3370174 Stuttgart
Eintritt und Sekt frei.
Wer sich bei mir per Mail oder über Facebook anmeldet, könnte im Vorteil sein.
Der zwölfte Fall ist für Lisa Nerz eine besondere Herausforderung. Ein berühmter Koch ist verschwunden. Im alten Rosensteintunnel taucht eine grausige Leiche auf. Lisa muss die Lederjacke ausziehen und sich in die Schlacht zwischen Omnivoren und Veganern begeben. Und wieder zeigt sich: Es ist alles ganz anders.
Christine Lehmann stellt ihren neusten Krimi Allesfresser. vor.
Montag, den 2. Mai 2016
19:30 Uhr im Hospitalhof,
Johannes-Reuchlin-Raum
Büchsenstraße 3370174 Stuttgart
Eintritt und Sekt frei.
Wer sich bei mir per Mail oder über Facebook anmeldet, könnte im Vorteil sein.
Der zwölfte Fall ist für Lisa Nerz eine besondere Herausforderung. Ein berühmter Koch ist verschwunden. Im alten Rosensteintunnel taucht eine grausige Leiche auf. Lisa muss die Lederjacke ausziehen und sich in die Schlacht zwischen Omnivoren und Veganern begeben. Und wieder zeigt sich: Es ist alles ganz anders.
Dienstag, 29. März 2016
Röntgenblick für ideologische Nebel
"Wir leben in einer Gewissensklassengesellschaft." Mit diesem Satz bringt Lisa Nerz es wieder mal auf den Punkt. Mit Allesfresser ist Christine Lehmann ein wirklich großer Wurf gelungen. Es ist wieder ein echter Lisa Nerz-Krimi, und wenn man die ersten 60 Seiten durchgehalten hat, taucht sie wieder auf, die Lisa, die ihre Fans so lang vermissen mussten: mutig, frech, intuitiv, beharrlich, schräg mit dem Röntgenblick für ideologische Nebel, gleich welcher Art und Herkunft.
Das macht zwar einen tollen Krimi aus, aber noch nicht das Besondere dieses Romans, der die zentralen Probleme und Widersprüche der Gegenwart exemplarisch am Beispiel des extremen Tierschutzes auf den Punkt bringt.
Mittwoch, 16. März 2016
Leipziger Buchmesse
Mit meinem neuen Krimi bin ich auf der Leipziger Buchmesse. Der Krimis ist ab jetzt im Buchhandel.
Freitag, 18.03.16
16 :30-17:00 Uhr du auf DIE BÜHNE, Lesung aus Allesfresser, Halle 5 Stand E 406
Samstag, 19.03.16
17-18 Uhr HERLAND auf dem Forum der Unabhängigen in Halle 5, Stand H 309 (Unter andern mit Merle Kröger und Christine Lehmann; Else Laudan moderiert.)
ab 20 Uhr HERLAND-Lesung im Centralkabarett Krimikeller (Markt 9, 04109 Leipzig)
Der Argument Stand ist in Halle 5, Stand E 413.
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