Cookie Consent by Free Privacy Policy Generator Update cookies preferences Christine Lehmann - Autorin

Mittwoch, 30. Januar 2013

Es gibt keine Entschuldigung für Männer

Motiv: Dora Asemwald, Foto: chl
Auf meiner Facebookseite hat sich über diese Äußerung von Heiner Geißler im Zusammenhang mit der Sexismusdebatte eine lange Diskussion entsponnen - ruhig und vom Bedürfnis geprägt, einander zu verstehen und sich gegenseitig nicht zu beschimpfen, geschweige denn zu verletzen.

Und sie geht noch weiter











Dienstag, 29. Januar 2013

Das Fenster zum Buch

befindet sich im Kolping Bildungszentrum Stuttgart in der Rosensteinstraße 30.

So viele Bücher sind es in dem Moment, wo irgendwer aussortierte Bücher hinstellt. Schon 24 Stunden später sind es nur noch so viele.



Mittwoch, 23. Januar 2013

Das Stuttgart-Paradoxon

Lisa Nerzsucht Bücher in der Stadtbiblipthek Stuttgart 

Im Schnee steht ein Grüppchen und trinkt Sekt aus Pappbechern. 
»Worauf stoßen die denn an?«, frage ich. »Oder macht man das jetzt so, bevor man zur Hausdurchsuchung aufbricht?«
Richard guckt mich konsterniert an. »Wie bitte?«
»Da drüben ist die Landesbank Baden-Württemberg. Oder warum sind wir hier?«
»Ach so, nein. Ich will hier rein.« Der Staatsanwalt für Wirtschaftsstrafsachen am Landgericht Stuttgart, Dr. Richard Weber, zeigt auf den ufoblauen Fremdkörper im Stuttgarter Dunkel.
»Aber das die Stadtbücherei. Da gehe ich nicht rein!«
»Stell dich nicht so an, Lisa. Bücher beißen nicht.«
»Aber es sind zu viele, Richard. In der Masse sind sie gefährlich. Lesen gefährdet die Dummheit!« 
...

Das Stuttgart-Paradoxon als E-Text
ca. 20 Seiten

Dr. Richard Weber liebt Bücher, Lisa Nerz nicht. Warum will er sie überreden, die Stadtbibliothek Stuttgart zu betreten? Dort gibt es im 6. Obergeschoss im Bürotrakt einen Raum, der heißt "Das Fräulein Fritz". In diesem Raum steht auch ein Querschnittmodell der Stadtbibliothek. Das Fräulein Fritz war die erste Leiterin der ersten Vaterländischen Bürgerbibliothek, die 1897 in einem Hinterhof der Legionskaserne in der Tübinger Straße, wo heute der Wilhelmsbau steht, eingerichtet wurde. Endlich konnten auch Arbeiter, Handwerker und Angestellte Literatur ausleihen, ohne hohe Kautionen hinterlegen zu müssen. Was es mit dem Raum des Fräuleins Fritz noch auf sich hat, das klären der Oberstaatsanwalt und die Schwabenreporterin zusammen mit der Marketing-Abteilung von Gretsch Unitas.

Ein Text in der Reihe der Event-Texte von Christine Lehmann

Samstag, 12. Januar 2013

Charlene fragt Christine


C: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

L: Wahrscheinlich, weil ich gern gelesen habe. Irgendwann gab es nicht mehr die Bücher, die ich gerne gelesen hätte. So habe ich angefangen, mir meine Geschichten zu schreiben.

C: Was ist für Sie beim Schreiben das Wichtigste?

L: Die Neugierde auf die neue Welt, die entsteht, die vorher nicht da war, nun aber nicht mehr wegzudenken ist.

C: Wie lange haben Sie insgesamt an einem Roman wie „Der Ruf des Kolibris“, „Die Rose von Arabien“ und „Eukalyptusmond“ gearbeitet? (Recherche, Schreibprozess, Lektorat, etc.)

L: ungefähr ein Jahr.

C: Wie viele Wörter schreiben Sie ungefähr an einem Tag?

Mittwoch, 9. Januar 2013

Die Schwierigkeit, über Geister zu schreiben

So titelt der Psychologe, Soziologe und Rezeptionswissenschaftler am IGPP in Freiburg, Dr. Gerhard Mayer seinen Aufsatz für die Zeitschrift für Anomalistik, in dem er sich auch der Totensteige widmet.

"Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich die ‚schöne‘ Literatur außergewöhnlicher Erfahrungen und parapsychologischer Phänomene bedient, um sie als besondere Würze in den Plot einzubauen", beginnt Mayer seine Analyse, die mit dem Hinweise endet: "Ein wichtiger Aspekt ist die schon erwähnte Medienkritik, die mit dem Fortgang der Lektüre zunehmend in den Mittelpunkt rückt. Es geht um die Logik der Massenmedien und die von ihr erzeugten ‚spukhaften‘ Realitäten, die trotz fehlender faktischer Fundierung in höchstem Grade wirkmächtig und faktengenerierend werden."

Literatur lebt von Rissen und Brüchen im Alltäglichen und von Grenzsituationen, fährt Mayer fort: "Außergewöhnliche paranormale Erfahrungen werden zumeist ebenfalls als in ähnlicher Weise den Alltagsrahmen sprengend und existenziell bedeutsam erlebt. Mit der Möglichkeit des bislang nicht hinreichend Erklärbaren und Deutungsoffenen erfährt die Welt eine (Wieder-)Verzauberung, auf die manche Autorin und mancher Autor nicht verzichten möchte. Dass allerdings parapsychologische Forschung zentral in den Fokus einer Romanhandlung rückt, kommt selten vor. Wenn dies so explizit geschieht wie in dem Kriminalroman Totensteige von Christine Lehmann, dann darf ihm in einer inhaltlich so breit und interdisziplinär angelegten wissenschaftlichen Fachzeitschrift wie der Zeitschrift für Anomalistik durchaus etwas Aufmerksamkeit geschenkt werden."

Mayer konstatiert, es gebe kaum einen prominenten Bereich der Anomalistik, der im Lauf des Krimis nicht zumindest kurz erwähnt wird, und er identifiziert auch das, was ich nur andeute. Seine Aufzählung ist in einer Rezension einmalig und beeindruckend:

"Dabei werden manche Dinge unverhüllt und direkt genannt, andere leicht verschleiert oder verändert – je nachdem, welch große Bedeutung sie für den Plot haben. Man erfährt unter anderem über die Spukuntersuchungen zum „Chopper“-Fall, über ‚Reinkarnationsfälle‘ (Reincarnation Type Cases) in der Türkei, das „Project Stargate“, die „Gesichter von Bélmez“, das sowjetische PK-Medium Nina Kulagina, den ‚Löffelbieger‘ Uri Geller, Experimente mit Wünschelruten, über PK-Experimente mit der „Schmidt-Maschine“, den Decline-Effekt, die Rolle der Statistik für die parapsychologische Forschung, den „Voodoo- Tod“ (psychogener Tod), den Vampir-Mythos, über außergewöhnliche Tierwahrnehmung, die jüngsten Prä- bzw. Retrokognitionsexperimente von Daryl Bem samt gescheiterten Replikationsversuchen, PK-Sittergroup-Experimente nach der Methode von Batcheldor sowie über den Einsatz des holländischen Hellsehers Gérard Croiset bei der Fahndung nach den Entführern von Hanns Martin Schleyer im Jahr 1977 in Kooperation mit dem IGPP in Freiburg. Der vom Skeptiker James Randi ausgeschriebene Preis von 1.000.000 Dollar für den Nachweis einer Anomalie, die einer wissenschaftlichen Prüfung zweifelsfrei standhält, wird leicht abgeändert in einen 1.000.000-Euro-Preis für den gleichen Nachweis, aber mit anderem Ziel und Stifter."

Mayer befindet, es sei mir sogar gelungen, das nicht ganz einfache Modell der Pragmatischen Information von Walter von Lucadou  "ganz griffig" darzustellen. Ob die lexikalische Sammlung zum Thema Psi allerdings dem Krimi so gut tut, zieht Mayer in Zweifel, wobei er mir jedoch "insgesamt eine ordentliche Recherchetätigkeit" bescheinigt und konstatiert: 

"Der Leser bekommt einen verständlichen Eindruck von manchen Problemlagen einzelner Teilgebiete parapsychologischer Forschung vermittelt, soweit dies im Rahmen eines solchen Buches möglich ist."

Herzlichen Dank an Dr. Gerhard Mayer für seine Würdigung meiner Arbeit.



Dienstag, 18. Dezember 2012

Wenn Lisa Nerz Sie besucht ...

... dann ist das Chaos nicht weit. 

Event-Texte von Christine Lehmann

Sie feiern ein Fest und möchten Ihre Belegschaft erfreuen, ein Geburtstagskind beschenken, für Ihren Laden werben, Sie eröffnen oder beenden eine Ausstellung, Sie planen eine Stadtteilführung ... Schwabenreporterin Lisa Nerz und Oberstaatsanwalt Dr. Richard Weber sind gerne mit dabei, denn garantiert ist etwas sehr Wichtiges gestohlen worden. Dass die beiden es wiederfinden, wird nicht garantiert. 

Aber ein Versuch ist es immer wert: Ich schreibe für Sie und den Anlass zugeschnitten einen witzigen, schräg intelligenten Kurzkrimi und ich trage ihn vor.

Dabei kommt ungefähr so etwas heraus.
"Der wilde Kerl - ein Wahlkampfkrimi" für unseren Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn
oder:
"Die gestohlene Ausstellung" zur Finissage einer Ausstellung der Künstlerin, Ruth Baumann.


Oder schauen Sie in meinen Shop

Montag, 17. Dezember 2012

True Blue in Sindelfingen

Am vergangenen Freitag hat Buch Röhm in Sindelfingen diese ganzseitige Anzeige in der Sindelfinger Zeitung geschaltet. Die Besprechung stammt von Susanne Heßelmann. Schön, kurz und knackig.

Freut mich.

Eukalyptusmond
Verlieb dich nicht in Australien!
Für Jugendliche ab 13 Jahren.

Als Lena für ein Jahr zum Work & Travel nach Australien kommt, ist sie voller großer Erwartungen. Doch statt die plötzliche Freiheit zu genießen und die pulsierenden Metropolen zu erkunden, landet sie auf der Walker Farm im hintersten Winkel von Queensland. Hier erwartet sie nichts als unberührte Wildnis und harte Arbeit.
Der einzige Lichtblick ist der Buschpilot Bran, der Sohn ihrer Arbeitgeber. Verschwiegen, distanziert, aber ungemein attraktiv. Nach und nach erfährt Lena, dass Bran einen Großteil seiner Kindheit bei einem Aboriginal-Stamm verbracht hat und spürt, dass es ein dunkles Geheimnis in seiner Vergangenheit gibt. Dennoch besteht eine seltsame Verbundenheit zwischen ihnen, denn beiden gemeinsam ist der große Traum vom Fliegen. Langsam öffnet sich Bran und führt Lena in die geheimnisvolle Kultur der Aboriginals ein. Dabei muss sie erkennen, dass die australische Gesellschaft die Ureinwohner nach wie vor nicht respektiert und noch immer von ihrem angestammten Land verdrängt. Zusammen mit Bran gerät sie zwischen die Fronten, als es darum geht, die Rechte der Ureinwohner zu verteidigen. Dadurch wird ihre Liebe immer stärker. Eine Liebe, die nicht sein kann, denn Lenas Tage in Australien sind gezählt. Und auch Brans dunkles Familiengeheimnis birgt eine große Gefahr ...

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Sonntag, 2. Dezember 2012

Der Literaturpreis ist männlich - die Jury nicht

Stuttgarter Buchwochen 2012, Deutscher Buchpreis
Ich habe eine ernste Frage an den Literaturbetrieb:
Brauchen wir eine Frauenquote?

Auf den Stuttgarter Buchwochen werden heuer liebevoll in einem Regal die knapp 140 Bücher präsentiert, die 2012 prämiert wurden. Man staunt, wie viele Literaturpreise es in Deutschland gibt. Erschreckend dabei:

Von den 139 Büchern wurden nur 18 von Frauen verfasst. Das sind gerade mal knapp 13 Prozent.

Selbst wenn ich mich wahrscheinlich um ein oder zwei verzählt und verrechnet habe, ist das bestürzend.

Ein zweites Regal präsentiert die Longlist des Deutschen Buchpreises 2012. Ich zähle 12 Männer und 6 Frauen. Auf die Shortlist haben es 5 Männer und 1 Frau geschafft. Die eine Frau -  Ursula Krechel - hat dann den mit 25.000 Euro dotierten Preis erhalten.  Im Jahr davor bekam den 1. Preis Eugen Ruhe. Doch die Bilanz sieht zunächst ganz gut aus: Seit 2005, seitdem es den Preis gibt, haben 5 Frauen und 3 Männer den 1 Platz gemacht. Anders sieht es jedoch auf den Short-Listen aus. Wer dort steht, hat immerhin 2.500 Euro bekommen. Es waren 34 Autoren und 14 Autorinnen (29 %). Und ich wette, im kommenden Jahr bekommt den Preis wieder ein Mann, damit es paritätisch wird.

Der mit 5.000 Euro dotierte Friedrich-Glauser-Preis der Krimivereinigung Syndikat ist seit 1987 sechsundzwanzig Mal verliehen worden, und zwar an 20 Männer und 6 Frauen (23%). Und das obgleich im Syndikat inzwischen weibliche und männliche Autor/innen in gleicher Zahl vertreten sind. Den in Baden-Württemberg wichtigen Thaddäus-Troll-Preis haben 23 Männer und 9 Frauen (28%) bekommen, wobei die meisten Frauen in den letzten Jahren bedacht wurden. Der Preis ist 10.000 Euro dotiert. Und, wen wundert es, in 111 Jahren Geschichte des Literaturnobelpreises, haben ihn nur 11 Frauen bekommen (9%). Wobei man den Juroren zugute halten muss, dass man ja noch bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts hinein nicht wusste, dass Frauen nicht nur Geliebte von Schriftstellern sind und nur in Ausnahmefällen für ihre Opferrolle Worte finden, für die man sie bewundert und in Kultursendungen in Funk und Fernsehen nachwievor das "die" vor ihrem Nachnamen stelzt.

Wir Frauen sind noch immer ein Sonderfall des Kulturgedankens. 

Machen wir uns auch nichts vor. Prämiert werden nicht die nach objektivierbaren literarischen Kriterien als beste beurteilten Bücher. Preisvergaben sind eine Mischung aus Bauchgefühl, Bildungsbürgertum und Rückgriff aufs Bewährte. Manche Jury muss sich auch selbst aufwerten, indem sie namhafte Schriftsteller (seltener Schriftstellerinnen) bedenkt. Und wie viele Jurorinnen und Juroren sind sich wirklich ihrer Sache sicher? 

Warum finden auch Frauen Bücher interessanter, die von Männer geschrieben wurden? Das möchte ich gern wissen. 
 
Die schlechte Frauenquote bei Literaturpreisen kann nicht daher kommen, dass wir Frauen schlechtere Bücher schreiben als Männer. Es kann auch nicht daran liegen, dass es weniger Frauen als Männer gäbe, die schreiben und veröffentlichen. Genauso wenig kann es daher kommen, dass die Jurys heute noch von Männern dominiert wären, wenn auch die Literaturkritik in den Feuilletons von Männern beherrscht wird. Es gibt viele Frauen, die mittlerweile in Jurys sitzen (Buchhändlerinnen, Bibliothekarinnen, Fördervereinsvorsitzende, Autorinnen, Journalistinnen). Es dürfte inzwischen sogar etliche Jurys geben, in denen die Frauen die Abstimmungsmehrheit haben. Woran liegt es aber dann, dass der Literaturpreis in Deutschland männlich ist? 

Ich bitte um eine Erklärung. 


Donnerstag, 29. November 2012

Lisa Nerz auf der Wüsten Welle

Sehr versteckt im Wald liegt das Studio des Freien Radios Wüste Welle, das für Tübingen und Reutlingen sendet. Ich war zum zweiten Mal zum Interview eingeladen, diesmal mit meinem Krimi "Totensteige". Das Interview führte Elvira Stecher

"Christen Lehman spricht über die Rolle der Protagonistin und erläutert hierbei den Aspekt des Feminismus im 21. Jahrhunderts", heißt es auf der Magazin Seite der Wüsten Welle. " So sei es das männliche Geschlecht, das die Themen bestimmt. Totensteige ist jedoch ein vielschichtiges Lesevergnügen, in dem Politik und ihre Beziehung zu Medien berücksichtigt werden. Außerdem stellt sich die Frage nach Identität. Im Gespräch mit Elvira geht die Autorin und Journalistin auf diese und viele weitere Punkte ein.
Zum Schluss verrät sie, warum ihr Krimithriller in das Genre Roman passt und was überhaupt ein erfolgreicher Krimi ausmacht."
Zur Wüsten Welle und zum Podcast des Interviews in voller Länge, aber ohne die Musik.

Sonntag, 25. November 2012

Die gestohlene Ausstellung in limitierter Auflage

Wir stellen eine Auflage von 100 Stück her, für alle, die den Text über Kunst, Kunstraub, die Mona Lisa, die Fibonacci-Reihe und die Rätsel des Goldenen Schnitts, nicht als E-Book bei Amazon erwerben wollen, sondern etwas aus Papier mit Cover in der Hand halten möchten. Womöglich auch verschenken. Das Büchlein umfasst 23 Seiten und enthält Bilder.

Den Text habe ich anlässlich der Finissage von Ruth Baumanns Bildern in der Galerie Merkle einem völlig überraschten und fasziniertem Vernissagen-Publikum vorgetragen. Lisa Nerz fasst Kunst an, löst bei der Galeristin Entsetzen und bei Richard Weber allerlei Besserwisserei aus.

Bestellen per Mail an mich oder über den Lisa-Nerz-Shop